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Cholesterinsenkende Medikamente – Ein Überblick

Cholesterin hilft bei der Produktion von Hormonen und Vitamin D. Ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut wird von Ärzten allerdings für viele gesundheitliche Probleme verantwortlich gemacht. Welche Risiken birgt ein zu hoher Cholesterinspiegel? Und welche Methoden gibt es, den Cholesterinspiegel zu senken? Neben einer präventiven Umstellung der Ernährung gibt es eine Reihe natürlicher cholesterinsenkender Medikamente und Methoden, die Ihnen helfen können, in Balance zu kommen.

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Was ist „Cholesterin“ und welche Funktion erfüllt es im Körper?

Cholesterin ist ein lebenswichtiges Lipid (fetthaltige Substanz), das der Körper zum Beispiel dann benötigt, wenn Zellmembranen, Gallenflüssigkeit und Hormone hergestellt werden sollen. Das im Körper befindliche Cholesterin bildet sich zu zwei Dritteln in der Leber und wird zu einem Drittel durch die Nahrung aufgenommen. Um an seinen Bestimmungsort zu gelangen, bindet sich Cholesterin im Blut an Proteine und bildet mit ihnen Lipoproteine. Je nach Aufgabe und Transportrichtung werden zwei Lipoproteine unterschieden:

  • LDL (Low Density Lipoprotein) transportiert Cholesterin von der Leber zu den Baustellen in den Köperzellen.
  • HDL (High Density Lipoprotein) ist dafür verantwortlich, überschüssiges Cholesterin aus den Zellen zur Leber zurückzutransportieren, wo es abgebaut und zur Ausscheidung vorbereitet wird.

Da HDL den natürlichen Abbau von Cholesterin unterstützt, wird es oft auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet, während LDL als „schlechtes“ Cholesterin bekannt ist. LDL-Cholesterin kann zu Arteriosklerose führen, durch die das Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht wird. Der Cholesterinspiegel im Blut wird entsprechend durch das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin ausgedrückt. Ist das LDL-Level zu hoch, können gesundheitliche Probleme entstehen.

Wie entsteht ein zu hoher Cholesterinspiegel?

Ärzte gehen davon aus, dass nur etwa 30 Prozent aller erhöhten Cholesterinspiegel erblich bedingt sind. Das bedeutet, dass der Großteil der gefährlich hohen Cholesterinspiegel im Laufe des Lebens entstehen. Ursachen hierfür können falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder Krankheiten (z.B. Diabetes mellitus) sein. Durch die Aufnahme zu vieler gesättigter Säuren und Transfettsäuren und zu weniger ungesättigter Omega-3-Fettsäuren kann es zu einem ernährungsbedingten Anstieg des Cholesterinspiegels kommen.

Cholesterinsenkende Medikamente und Methoden

Es existieren verschiedene Gruppen von Cholesterinsenker-Medikamenten:

Statine: Die meistverschriebene Gruppe von cholesterinsenkenden Medikamenten sind Statine, auch Cholesterinsyntheseenzymhemmer (CSE-Hemmer) genannt. Statine können die körpereigene Produktion von Cholesterin blockieren und darüber hinaus einen entzündungshemmenden Effekt haben. Dadurch können die Ablagerungen in den Gefäßwänden stabilisiert werden, die sich dann mit geringerer Wahrscheinlichkeit ablösen und Gefäße verstopfen. Ein Medikament dieser Gruppe ist beispielsweise das Pravastatin. Nachteile von Statinen sind die relativ häufig auftretenden Muskelschmerzen oder auch Muskelzersetzungen.

Ezetimib: Ergänzend oder bei Unverträglichkeit von Statinen kann Ezetimib verwendet werden. Es kann dazu führen, dass die Aufnahme des durch die Nahrung zugeführten Cholesterins um bis zu 50 Prozent gesenkt wird.

PCSK9-Hemmer: Bei Proproteinkonvertase Subtilisin/KexinTyp 9-Hemmern (PCSK9-Hemmern) handelt es sich um Antikörper, die Sie alle 14 Tage erhalten und die den Abbau von LDL-Rezeptoren in der Leber verhindern können. Dadurch kann die Leber das im Blut enthaltene freie LDL binden, sodass der Spiegel dort gesenkt wird. PCSK9-Hemmer können die Wirkung von Statinen ergänzen.

Fibrate: Bei zu hohem Triglycerid-Spiegel kommen Bezafibrat und Fenofibrat zum Einsatz. Auch sie können LDL im Blut reduzieren und HDL steigern und so den Cholesterinspiegel wieder ins Gleichgewicht bringen.

Apherese: Als Apherese bezeichnet man die „Blutwäsche“, mithilfe derer LDL bzw. Lipoproteine aus dem Blut entfernt werden. Sie kommt zum Einsatz bei ausbleibendem Erfolg der medikamentösen Therapie beziehungsweise Änderung des Lebensstils. Sie erfolgt circa einmal pro Woche und dauert eineinhalb bis drei Stunden.

Sonstige Medikamente: Weiterhin gibt es Nikotinsäurederivate und Anionenaustauscher. Nikotinsäurederivate können das LDL und die Triglyceride senken. Anionenaustauscher binden im Darm Gallensäuren, die aus Cholesterin hergestellt werden. Zur Produktion neuer Gallensäure wird Cholesterin aus dem Blut bezogen und so der dortige Spiegel gesenkt. Sind kardiovaskuläre Krankheiten vorhanden, sollten entsprechende Medikamente gegen Durchblutungsstörungen eingesetzt werden, um Komplikationen wie einen Herzinfarkt zu vermeiden.

Nahrungsergänzungsmittel als Zugabe zu Cholesterinsenker-Medikamenten

Nahrungsergänzungsmittel sind eine sinnvolle Ergänzung zu cholesterinsenkenden Medikamenten. Ihre Einnahme ist jedoch nicht nur für die Behandlung, sondern auch bereits bei der Prävention von hohen Cholesterinwerten nützlich. Omega-3-Fettsäuren wirken unter anderem positiv auf das Herz-Kreislauf-System und haben einen entzündungshemmenden Effekt. Außerdem senken sie die Triglyceride im Blut und das LDL-Cholesterin. Verantwortlich sind die essentiellen Fettsäuren DHA und EPA. Essentiell bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst bilden kann – stattdessen müssen sie über die Nahrung zugeführt werden.

Nahrungsergänzungsmittel unserer Online-Apotheke können eine einfache Möglichkeit sein, Ihren täglichen Bedarf an essentiellen Fettsäuren zu decken. Die Doppelherz Seefischöl Omega-3 1.000 mg Kapseln mit zusätzlicher Folsäure und den Vitaminen B1, B6 und B12 enthalten das Tagesminimum an Omega-3-Fettsäure. Es ist empfehlenswert zwei Kapseln täglich einzunehmen. Eine weitere Möglichkeit, cholesterinsenkende ungesättigte Fettsäuren durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, ist das besavital Omega-3-Lachsöl 500 mg + Vitamin E. Pro Kapsel sind 500 mg Lachsöl enthalten und die Einnahmeempfehlung liegt bei drei Kapseln täglich. Das zugesetzte Vitamin E verhindert die Oxidation des Öls. Omega-3 kann helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen und so Herzinfarkte und Schlaganfälle zu verhindern.

Knoblauch mit seinen natürlichen Schwefelverbindungen kann helfen, erhöhte Blutfett- und Cholesterinwerte zu senken. Ein einfacher Weg, mehr Knoblauch mit der Nahrung aufzunehmen, ohne hinterher unangenehm zu riechen, ist durch Nahrungsergänzungsmittel wie die KWAI forte 300 mg überzogenen Tabletten. Der Wirkstoffgehalt einer Knoblauchknolle kann um das 13-fache schwanken, während in den Kapseln konstant 300 mg Knoblauchzwiebel-Pulver enthalten ist. Drei Kapseln täglich, eingenommen zu den Mahlzeiten mit jeweils einem Glas Wasser, können die Durchblutung fördern und so den Folgen von Arteriosklerose (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) vorbeugen.

Gesund mit einem aktiven Lebensstil

Die Prävention der Hypercholesterinämie und ihren kardiovaskulären Konsequenzen geschieht hauptsächlich über einen gesunden und aktiven Lebensstil. Die wichtigsten Punkte zur Senkung der Risikofaktoren sind:

  1. Wenig gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren über die Ernährung zuführen
  2. Die Versorgung mit ausreichend ungesättigten und Omega-3-Fettsäuren sicherstellen, z. B. durch viel fettigen Seefisch oder Fischölkapseln
  3. Viele Ballaststoffe essen; viel Obst und Gemüse
  4. Regelmäßige körperliche Aktivität
  5. Nicht rauchen und kein übermäßiger Alkoholkonsum
  6. Gewichtsreduktion, falls Übergewicht besteht
  7. Zu hohe Cholesterinwerte mit cholesterinsenkenden Medikamenten behandeln und gegebenenfalls Herz-Kreislauf-Medikamente einnehmen

Wenn Sie Ihre Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel optimieren, können gesundheitliche Gefahren durch einen zu hohen Cholesterinspiegel minimiert werden. Zusätzlich zu einem gesunden Lebensstil mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren kann es auch helfen, regelmäßig Vitalitätswerte selbst zu überprüfen. Wenn Sie ein Blutdruckmessgerät kaufen, können Sie schnell erkennen, ob sich mit einer veränderten Ernährung und mehr sportlicher Aktivität auch Ihre Blutdruckwerte verbessern.